Früher als sonst stand ich heute auch nicht auf! Es war alles etwas aufregend, drum ging ich gleich etliche Male auf die Toilette und machte das Haus unsicher indem ich immer wieder hin- und herging und guckte, ob ich alles dabei habe!
Um 9:25 Uhr konnte ich es dann nicht mehr lassen und fuhr zu Marc! Der war ebenfalls nicht ganz fertig und wurde von einem Ende zum anderen geschickt, sodass wir nach der Verabschiedung letztlich erst um viertel vor zehn Uhr loskamen.
Die Fahrt war angenehm - aber ätzend. Ich war wenig aufgeregt, fuhr stetig mit Abstand! Doch dauernd die B5 bis HH-Innenstadt zu fahren, ist durch die vielen Ampeln echt lästig!
Beim Terminal sollte ich dann schnell rechts einparken, stellte mich fast quer zur Fahrbahn, so dass keiner auf unserer Spur weiterkam und machte mich daran, neben einem Klein-Van einzuparken! Das ging dann auch ganz gut!
Meine Mutter musste auf Klo - MAK und ich blieben im Auto sitzen, setzten danach mit dem Auto zurück, da der Arbeiter mit seinem Auto weg wollte und fuhren dicht auf, um nicht im absoluten Halteverbot zu stehen!
Glücklicherweise hatte nun der Regen begonnen und MAK und ich konnten ohne große Begleitung ins Terminal gehen!
Dort trafen wir auch die anderen und danach auch die Lehrer! Erst um 11:15 (15 Minuten zu spät) trudelte der Letzte Schüler, A.H., ein!
Zum Glück machte der Air Berlin-Schalter eine Ausnahme mit uns, denn eigentlich machte der Schalter erst um 12:05 Uhr auf!
Darum checkten wir uns ein, bekamen BoardingCards und mein 20,2 kg schwerer Koffer wurde abtransportiert! (Ich musste nicht nachzahlen!)
Bei der Gepäckkontrolle muss ich dann sagen, dass die Deutschen gute Arbeit leisten! Ich hatte meinen Koffer so gepackt, dass das Gerät nicht alles hätte sehen können, da ich schichtweise alles ineinander verzog und mit der Jacke umschloss!
Nach zweimaligen Durchfahren und Handüberprüfung durfte ich dann weiter!
So nun hieß es Warten, denn 'boardingtime' ist erst um 13:20 Uhr! Also setzten MAK, A.H und ich uns und aßen schon vorzeitig mitgebrachte Nascherein! Zwischendurch wurde bekannt, dass ein Fluggerät vom Blitz getroffen sein sollte - doch unsere Maschine wurde nicht gekänzelt
Nach langer Verspätung ging das Kuddelmuddel los! Jeder strömte vom Gate ins Flugzeug; keiner setzte sich auf seinen Platz! Also saßen wir nachher getrennt; neben mir auch noch die Lehrerin ! Ich begann gleich mit dem HH-Abendblatt und dem Focus, die ich mir vorher gratis mit einem Granini-Bonbon nahm, zu lesen, während der Animationsfilm zur Notfallsicherung lief!
Dann die Stimme: "Mein Name ist Maike Ostermann, und ich darf heute ihre Pilotin sein! Bei meinem vorigen Flug ist ein technischer Fehler aufgetreten, der eben gerade erst repariert werden musste! Ich entschuldige mich für die Verspätung..."
Wow! Erst eine Frau am Steuer, dann noch eine die zu gibt, alles Schrott zu machen; wie das wohl wird!
Ich muss sagen, dass der Start reibungslos und turbulenzendlos verlief. Mann hat kaum etwas gemerkt! Da ich einen Fensterplatz hatte, konnte ich unten die Landschaft beäugen oder las weiter.
Bei Flugmitte wurde dann ein Lunchpaket (Pute oder Käse) verteilt, wovon noch ein gratis Getränk mit zum Flugpreis gehörte!
Nachdem Verzehr war man pappsatt, da auf dem Etikett vermarktet blieb, wie viele Emulgatoren und Extrakte da drin sind, um den Menschen das Hungergefühl zu nehmen, und mit trockenem Brot zu stopfen!
Alsbald landeten wir dann sicher in Rom und versammelten uns nach der bei mir schnellen Gepäckvergabe (einer der ersten 5 Koffer!!!, obwohl ich relativ spät eincheckte!) vor dem Flughafengebäude!
Bis wir den Bus fanden, verlief einige Zeit doch dann wanderten wir schnell hin, luden das Gepäck ein und suchten uns einen bequemen Sitzplatz!
Der Bus fuhr uns dann in einem Feierabendsstau, den wir nicht so schnell passieren konnten.
In Neapel dann noch der Umweg, um den Co-Fahrer nach Hause zu bringen und dann den Weg zurück zur 'autostrada'!
Um 22:00 Uhr kamen wir nach einer zuerst falschen Rast am falschen Hotel an und brachten das Gepäck zum Fahrstuhl, denn das Hotel lag im 5ten Stockwerk!
Das gleich darauf servierte Essen war die reinste Katastrophe. Irgendwas mit ätzendem Käse; alles mit Fett übersudelt!
Das war genauso wie unsere Zimmer, menschenunwürdig! Wir lagen auf 5 Pritschen im 20qm Raum; die Dusche war verschimmelt, das Klo nicht benutzbar, das Badezimmer nicht abschließbar, fast keine Möglichkeiten Sachen auszupacken...
nur der Balkon mit der Sicht auf den Innenhof, wo sich meist Katzen im Dreck und Restmüll durchfraßen, und der Landschaft, wo fast jeden Abend ein Feuerwerk stattfinden sollte!
Danach war man geschafft und machte sich bettfertig! Bei sanfter Musik wich man dann ins Reich der Träume....